Solarenergie

Nach wie vor haben viele Gemeinden in den Wäldern Amazoniens keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Nur die Gemeinden, die an einer Straße liegen, haben die Chance, ans Stromnetz angeschlossen zu werden. Oftmals fließt der Strom in Hochspannungsleitungen über die Köpfe der Menschen hinweg, hin zur nächsten größeren Stadt - oder großen Unternehmen wie z.B. zu einer der weltweit größten Aluminiumhütten in Barcarena bei Belem.

In vielen Dörfern gibt es natürlich Dieselmotoren mit Generatoren, doch sehr oft funktionieren sie nicht, sind kaputt oder die Einwohner haben zu wenig Geld um Diesel zu kaufen. So sitzen die Menschen ab 18 Uhr im Dunkeln, haben vielleicht Taschenlampen oder machen mit Petroleumfunzeln ein bisschen Licht. In einigen Schulen, die in den letzten Jahren gebaut wurden, vorwiegend in größeren Gemeinden, gibt es z.T. Solarpaneele, Batterien und Energiesparlampen.

Die Nachfrage nach Solarlampen ist riesengroß. Und so bringen wir schon seit Jahren in die verschiedenen Regionen Solarlampen. Im Reservat der Wajapi-Indigenen hat inzwischen jede Familie eine Solarlampe, genauso wie in den Gebieten der nachhaltigen Entwicklung bei Anapu, auf einigen Flussinseln bei Santarem und in vielen Dörfern in der Region Oeiras do Para. Wir schicken die Solarlampen von Deutschland nach Brasilien mit großem Aufwand und oft mit viel Ärger, weil es immer wieder Probleme mit dem Zoll gibt. Die Bürokratie Brasiliens macht uns immer wieder zu schaffen.

Aber es geht - und die Familien wollen die Lampen auch nicht geschenkt haben. Wir haben jetzt vereinbart, daß jede Lampe mit Panel 30 RS kostet, was ungefähr 10 Euro sind. Dabei gibt es Familien, denen auch das noch zu viel ist. Sie bezahlen den Betrag dann in Raten ab. Verwaltet wird das Geld von unseren Partnern, die damit Gemeinschaftsprojekte finanzieren.Aber mit viel Geduld geht es - und die Familien wollen die Lampen auch nicht geschenkt haben. Wir haben jetzt vereinbart, dass jede Lampe mit Panel 30 RS kostet, was ungefähr 10 Euro sind. Verwaltet wird das Geld von unseren Partnern, die damit Gemeinschaftsprojekte finanzieren.

Mit Photovoltaik bebriebene Pumpstation

Unsere Wasseranlagen werden zukünftig auch, sofern von den Bewohnern gewünscht und Handwerker vor Ort sind, mit Solarpumpen ausgestattet. Ein großer Fortschritt für die Menschen, die oft nicht daran geglaubt haben, dass dies funktioniert. Jetzt sehen sie es in der Praxis.

Licht von der Sonne gibt es leider sehr wenig in einem Land mit sehr viel Sonne. Es wird Zeit, dass in Brasilien das solare Zeitalter beginnt und die Brasilianer eine eigene Solar- und Photovoltaikindustrie aufbauen.